Wichtige Phase im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst

Verdi-Kundgebung im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach. Foto: Andreas Arnold

Nach massiven Streiks wird nun wieder verhandelt: Schaffen die Gewerkschaften und die Arbeitgeber einen Durchbruch? Oder werden die Ausstände sogar noch ausgeweitet?

Nach tagelangen massiven Warnstreiks startet die entscheidende Phase der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.

«Für eine Einigung fehlt nur eins: Ein deutlicher Schritt der Arbeitgeber in Richtung Gewerkschaftsforderungen», sagte der Verhandlungsführer des Beamtenbunds dbb, Willi Russ, in Berlin.

Russ bezeichnete das bisherige Angebot der Arbeitgeber als «völlig unzureichend». Bund und Kommunen hatten drei Prozent mehr Lohn bis 2017 angeboten, die Gewerkschaften hatten sechs Prozent mehr für zwölf Monate verlangt.

Die Gewerkschaften und die Arbeitgeber von Bund und Kommunen treffen am Donnerstagmorgen zum dritten Mal in Potsdam zusammen. Die Verhandlungen sind bis Freitag angesetzt, können sich aber auch bis ins Wochenende hinziehen. Es ist die letzte bereits im Vorfeld vereinbarte Verhandlungsrunde.

Verhandelt wird für mehr als zwei Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen. In den vergangenen Tagen hatten die Gewerkschaften Verdi, GEW und der Beamtenbund dbb mit Warnstreiks an Flughäfen, im Nahverkehr, in Kitas und Rathäusern Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Verdi-Chef drohte eine mögliche Ausweitung der Ausstände an.