Alois Müller, Präsident der Deutschen Bundesbank in Bayern, trägt sich ins Goldene Buch des Landkreises Unterallgäu ein

Von Witzenberg in die Bundesbank

„Der heutige Eintrag ins Goldene Buch meines geliebten Heimatlandkreises ist für mich (…) ein ganz persönlicher Höhepunkt …“ Das schreibt Alois Müller, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern, bei seinem Besuch im Unterallgäu.

Landrat Hans-Joachim Weirather empfing Müller und Thomas Munding, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, im Landratsamt Unterallgäu. Müller wuchs auf einem Bauernhof im Legauer Ortsteil Witzenberg auf. Seine Frau Gertrud ist im Gromerhof in Illerbeuren geboren. Aus beruflichen Gründen leben die beiden in München und Frankfurt. „Doch dem Unterallgäu bleiben wir immer verbunden“, so Müller.

Mit Weirather und Munding diskutierte er über Geldpolitik und legte die Ansichten der Bundesbank dar. Der Zinssatz werde vorerst nicht steigen, meinte er, wies aber darauf hin, es sei missverständlich, von einem historischen Zinstief zu sprechen. Denn: Der Realzins, also der Zinssatz nach Abzug der Inflationsrate, habe sich schon öfters auf ähnlichem Niveau bewegt.

Müller sprach sich gegen eine Höchstgrenze für Barzahlungen und gegen die Abschaffung des 500-Euro-Scheins aus. „Die Bundesbank bezweifelt, dass diese Maßnahmen tatsächlich einen Rückgang der Kriminalität bewirken“, begründete er.

Schließlich nutzte er das Treffen, um Landrat Weirather zu seiner Abschiedsfeier einzuladen. Müller steht kurz vor dem Ruhestand.

Müllers Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises Unterallgäu im Wortlaut:

„Im Dienste einer stabilitätsorientierten Geldpolitik über lange Jahre in Frankfurt und München zu Hause, im Unterallgäu für immer daheim! Der heutige Eintrag ins Goldene Buch meines geliebten Heimatlandkreises ist für mich deshalb ein ganz persönlicher Höhepunkt und eine große Ehre.“